Nudeln, Kartoffeln & Reis

Spätzle selber machen

Spätzle sind aus einem Teig mit frischen Eiern und haben eine raue, unregelmäßige Form. Hier kommt mein Grundrezept für die schwäbische Spezialität. Wer allerdings die langen Spätzle aus dem Supermarkt erwartet, wird enttäuscht sein. Dafür glänzen sie aber mit selbstgemachter Perfektion.

Was sind Spätzle überhaupt?

Spätzle sind schwäbische Teigwaren und meist etwas länglich. Etwas Ähnliches gibt es auch in Baden-Württemberg und in Schwaben, wo sie allerdings Knöpfle heißen.

Spätzle bestehen hauptsächlich aus frischen Eiern, Mehl und lauwarmem Wasser. Der Teig wird dann bei der Herstellung direkt in kochendes Wasser gegeben – klassisch mit einem Spätzlesbrett (oder vereinfacht auch mit einer Spätzlereibe). Deswegen ist die Form auch nie ganz regelmäßig, weil es darauf ankommt, wie der Teig ins Wasser eintaucht.

Spätzle und Knöpfle haben in der Region Schwaben eine jahrhundertelange Tradition. Sie bedeutet sehr viel für die schwäbische Küche, die Herstellung lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Spätzle, die man im Geschäft kaufen kann, werden natürlich nicht mit der Hand gerieben. Traditionell passiert das aber immer noch. Handgeschabte Spätzle vom Brett werden Brettspätzle genannt und gelten als besonderes Gütesiegel. Noch mehr interessante Infos zu Spätzlen findet ihr hier.

Hilfe, ich habe keine Spätzlereibe?!

Am einfachsten bereitet ihr die Spätzle natürlich mit einer Spätzlereibe zu – das stimmt. Da ich aber keine zu Hause habe, habe ich einfach meine Schaumkelle genommen. Die hat genauso runde Löcher. Den Teig reibt ihr dann einfach mit einem Holzlöffel durch die kleinen Öffnungen. Aber Achtung, das Ganze ist etwas anstrengender als mit einer Reibe. 😉

Und was lässt sich am besten mit selbstgemachten Spätzle kochen? Natürlich, ganz klar: Allgäuer Käsespätzle mit frischen Zwiebeln.

Grundrezept: Spätzle

Anke von www.gruengabel.de
Spätzle sind aus einem Teig mit frischen Eiern und haben eine raue, unregelmäßige Form. Hier kommt mein Grundrezept für die schwäbische Spezialität. Wer allerdings die langen Spätzle aus dem Supermarkt erwartet, wird enttäuscht sein. Dafür glänzen sie aber mit selbstgemachter Perfektion.
Vorbereitungszeit 1 Std.
Zubereitungszeit 30 Min.
Arbeitszeit 1 Std. 30 Min.
Kategorie Nudeln, Kartoffeln und Reis
Schwierigkeit Mittel
Portionen 4 Portionen

Zutaten
  

  • 500 g Weizenmehl Type 405
  • 6 Eier Größe M
  • 200 ml Sprudelwasser
  • 1 TL Salz

Anleitungen
 

  • Zuerst wird das Mehl in eine Schüssel gesiebt. Dann drückt ihr eine Mulde in das Mehl und lasst dort die Eier hineingleiten. Einen Schuss Sprudel und Salz hinzugeben und mit einem Knethaken ordentlich vermengen. Wenn der Teig zäh ist, hat er genau die richtige Konsistenz.
  • Während ihr in einem Topf Salzwasser erhitzt, lasst den Spätzleteig zehn Minuten ruhen. Dann nehmt ihr entweder eure Spätzlereibe oder -presse – oder ihr versucht es auch mal mit einer Schaumkelle.
  • Jetzt reibt oder drückt ihr den ersten Teil des Teigs direkt in das kochende Wasser. Gebt aber nicht zuviel Teig auf einmal ins Wasser, sonst ist nachher ein Teil der Spätzle schon gar und der andere nicht.
  • Die Spätzle sind fertig, wenn sie oben schwimmen. Das dauert meist nur zwei bis drei Minuten.
  • Mit einer zweiten Schaumkelle holt ihr die Spätzle aus dem Wasser und gebt sie in eine Schüssel mit kaltem Wasser, um sie abzuschrecken. Anschließend in einem Nudelsieb abgießen.
  • Die Schritte solange wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
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